De ziekte van Lyme

Die Lyme-Borreliose

Die Lyme-Borreliose ist eine Erkrankung, die durch einen Zeckenbiss übertragen wird. Eine Zecke kann sowohl Menschen als auch Hunde infizieren; in diesem Artikel liegt der Fokus auf der Infektion von Hunden.

Eine Zecke muss mindestens 24 Stunden am Körper eines Hundes gewesen sein, um das Tier mit der Borrelia burgdorferii-Bakterie, dem Erreger der Lyme-Borreliose, zu infizieren. Die Borrelia burgdorferii-Bakterie sucht im Körper über das Blut nach einem geeigneten Ort zur Ansiedlung; als geeignet gelten Gewebe, Muskeln und Organe.

Symptome

Nur 10 % aller Hunde, die mit der Borrelia burgdorferii-Bakterie infiziert sind, zeigen Symptome. Da die Symptome oft unspezifisch und allgemein sind, ist es schwierig festzustellen, ob ein Hund an Lyme-Borreliose leidet. Zu den Symptomen der Lyme-Borreliose gehören:

  • Wiederkehrende Lahmheit durch entzündete Gelenke
  • Verminderter Appetit
  • Fieber
  • Geschwollene Lymphknoten rund um den Zeckenbiss
  • Nierenschäden
  • Herzfehler
  • Schädigung des zentralen Nervensystems

Der für Menschen typische rote Ring um die Zeckenstelle ist bei Hunden selten sichtbar.

Diagnose

Da die Symptome der Lyme-Borreliose oft sehr allgemein sind, werden sie häufig einer anderen Erkrankung zugeschrieben. Deshalb wird die Krankheit oft erst in einem späteren Stadium diagnostiziert, meist wenn Nierenversagen auftritt.

Ein Tierarzt kann einen Hund anhand der Symptome, der Beobachtungen des Besitzers und durch eine Blutuntersuchung auf Lyme-Borreliose diagnostizieren. Die Blutuntersuchung soll zeigen, ob der Hund Antikörper gegen die Borrelia burgdorferii-Bakterie gebildet hat.

Es kann jedoch vorkommen, dass das Ergebnis dieser Blutuntersuchung falsch-positiv ist; das bedeutet, dass die Bakterie derzeit nicht im Körper des Hundes vorhanden ist, der Hund aber Antikörper gegen die Bakterie gebildet hat (der Hund war also früher infiziert, hat die Bakterien aber erfolgreich eliminiert). Um ein falsch-positives Ergebnis auszuschließen, kann der Tierarzt eine zusätzliche Untersuchung durchführen, zum Beispiel einen PCR-Test. Mit einem PCR-Test kann nachgewiesen werden, ob DNA der Borrelia burgdorferii-Bakterie in Körpergeweben oder -flüssigkeiten des Hundes vorhanden ist.

Behandlung

Ein Tierarzt wird in der Regel eine Antibiotikakur für einen infizierten Hund verordnen. Diese Antibiotikakur dauert mindestens zwei bis drei Wochen, in manchen Fällen sogar länger. Im Allgemeinen sprechen Hunde gut und schnell auf eine Antibiotikabehandlung an. Da die Gelenke bei Lyme-Borreliose oft entzündet sind, kann der Tierarzt auch Entzündungshemmer verschreiben; dies ist jedoch keine Behandlung der Ursache, sondern eine Symptombehandlung.

Vermuten Sie, dass Ihr Hund an Lyme-Borreliose leidet? Dann wenden Sie sich bitte an den Tierarzt. Die Wahrscheinlichkeit bleibender Beschwerden ist geringer, wenn frühzeitig behandelt wird.

Es ist möglich, dass ein Hund Träger der Borrelia burgdorferii-Bakterie bleibt. Wenn das Immunsystem des Hundes geschwächt ist, zum Beispiel durch Krankheit oder Alter, können die Symptome erneut auftreten.

 

Vorbeugen

Vorbeugen ist besser als heilen. Kontrolliere deinen Hund daher regelmäßig auf Zecken und entferne diese so schnell wie möglich, wenn du eine entdeckst. Je schneller du eine Zecke entfernst, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit einer Lyme-Borreliose.

Außerdem gibt es verschiedene Mittel, die einen Hund vor Zecken schützen; zum Beispiel eine Pipette gegen Flöhe, die auch gegen Zecken wirkt, oder ein Floh- und Zeckenhalsband. Verhindere, dass dein Hund von einer Zecke gebissen wird, dann verhinderst du auch, dass dein Hund mit der Borrelia burgdorferi Bakterie.

Übertragbar ja oder nein?

Du kannst als Besitzer nicht über deinen Hund mit der Borrelia burgdorferi Bakterie infiziert werden, es ist keine Zoonose. Du kannst nur durch einen Zeckenbiss mit der Bakterie infiziert werden.

Hast du selbst eine Zecke? Entferne sie dann so schnell wie möglich. Entsteht an der Stelle des Zeckenbisses ein roter Kreis oder vermutest du, dass die Zecke länger als 24 Stunden auf deinem Körper war? Dann kontaktiere deinen Hausarzt.

Wie entfernt man eine Zecke?



  • Greife die Zecke so nah wie möglich an der Haut mit einer spitzen Pinzette oder einer Zeckenzange. Achte darauf, nicht zu fest zu drücken.
    Entferne die Zecke anschließend mit einer ruhigen Bewegung. Meist ist dies eine Drehbewegung bei einer Zeckenzange (sofern in der Gebrauchsanweisung nicht anders angegeben), mit einer Pinzette musst du keine Drehbewegung machen.
    Stelle sicher, dass alle Teile der Zecke entfernt sind, zurückbleibende Teile können eine Entzündung verursachen.
    Desinfiziere die Stelle nach dem Entfernen der Zecke mit Alkohol oder Jod.


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