Die Stubenreinheit eines Welpen fördern
Die Stubenreinheit eines Welpen ist ein wichtiger Teil der Erziehung. Die Stubenreinheit eines Hundes ist ein Prozess, der Zeit und Geduld erfordert, besonders wenn man einen Welpen ins Haus holt. Sei dir bewusst, dass Welpen mit 8 Wochen etwa jede Stunde urinieren müssen. Außerdem machen Welpen durchschnittlich 4 Mal am Tag Kot. Nachts müssen sie ungefähr 1 bis 2 Mal urinieren. Sobald ein Welpe 7 Monate alt ist, urinieren sie durchschnittlich 3 bis 4 Mal und machen etwa 2 Mal am Tag Kot. In den ersten Monaten hast du als Besitzer also alle Hände voll zu tun mit einem Welpen; du wirst sehr regelmäßig mit dem Welpen nach draußen gehen müssen, damit er versteht, dass genau dort der richtige Ort ist, um seine Bedürfnisse zu verrichten.
Häufige Probleme bei der Stubenreinheit eines Welpen
Die Stubenreinheit eines Welpen hängt davon ab, wie du das Tier erziehst. Oft bestrafen Besitzer ihre Welpen zu viel und/oder zum falschen Zeitpunkt. Außerdem spielt mangelndes Wissen über Lernprinzipien eine wichtige Rolle beim Welpen, was in manchen Fällen zu einigen häufigen Problemen bei der Stubenreinheit führen kann. Diese können von Unsauberkeit im Haus bis hin zu Angst vor dem Gassigehen reichen. Es ist wichtig, diese Probleme schnell zu lösen. Nur so bekommst du einen glücklichen, gut stubenreinen Hund.
Einige häufige Probleme und Lösungen:
- Unsauberkeit im Haus: Wenn ein Welpe nicht genug Zeit hatte, nach draußen zu gehen, oder wenn das Tier nicht versteht, wo es seine Bedürfnisse verrichten soll, kann es unsauber bleiben. In diesem Fall ist es wichtig, deinen Welpen öfter und vielleicht länger nach draußen zu lassen und das Tier zu belohnen, wenn es seine Bedürfnisse draußen verrichtet.
- Urinieren aus Unterwürfigkeit: Welpen müssen noch viel lernen und können sich unterwürfig verhalten, besonders gegenüber älteren Hunden und manchmal auch gegenüber Menschen. Wenn ein älterer Hund zum Beispiel an deinem Welpen schnuppert oder wenn eine Person auf deinen Welpen zukommt, kann das Tier eine niedrige Position einnehmen (den Kopf tief halten und den Schwanz hängen lassen, manchmal kann der Welpe auch in die Knie gehen) und etwas Urin verlieren; leider passiert das manchmal auch im Haus.
- Urinieren nach einem Nickerchen: Wenn dein Welpe gerade nach einem Nickerchen aufwacht, kann es sein, dass er Urin verliert. Das Tier ist dann noch nicht ganz wach und hat vielleicht noch nicht die volle Kontrolle über den Schließmuskel. Eine einfache Lösung ist, deinen Welpen vor dem Schlafengehen noch einmal nach draußen zu lassen und ihn direkt nach dem Aufwachen nach draußen zu bringen.
- Urinieren durch Aufregung: Urinieren durch Aufregung kommt besonders bei Welpen vor, die eine volle Blase haben und dann aufgeregt werden. Welpen haben dann noch nicht die volle Kontrolle über ihre Schließmuskeln. Dieses Verhalten verschwindet meist, wenn ein Welpe etwa 8 bis 10 Monate alt ist.
- Angst vor dem Gassigehen: Manche Hunde können beim Spazierengehen sehr gestresst oder sogar ängstlich sein und können deshalb vielleicht ihre Bedürfnisse nicht verrichten. In diesem Fall ist es wichtig, deinen Hund an einem ruhigen und sicheren Ort auszuführen, dem Tier Zeit zu geben, sich zu beruhigen und zu entspannen, und deinen Vierbeiner zu belohnen, wenn er seine Bedürfnisse erledigt hat.
- Markieren: Wenn du einen Rüden hast, kann das Tier nach etwa 8 Monaten beginnen, sein Territorium abzustecken/zu markieren. Rund um das Alter von 8 Monaten spielen die Hormone eines Rüden eine Rolle. Das Tier ist dann noch nicht ganz kein Welpe mehr, aber auch noch nicht erwachsen. Welpen lernen dann, ihr Bein zu heben und zu markieren. Es kann sein, dass ein Welpe im Haus an den Tischbeinen oder an der Ecke des Sofas uriniert... Es ist wichtig, dieses unerwünschte Verhalten deinem Welpen abzugewöhnen. Markieren kommt am häufigsten bei nicht kastrierten Rüden vor. Bei 67 % der Rüden hört das Markieren auf, wenn die Tiere kastriert sind.
- Unregelmäßige Routine: Hunde sind von Natur aus Gewohnheitstiere und funktionieren am besten mit einer festen Routine. Wenn ein Hund keine feste Routine hat, kann das zu Unsauberkeit führen. Einen festen Plan für Fütterungs- und Spazierzeiten mit deinem Welpen zu erstellen oder zu haben, kann eine Lösung sein.
- Unsauberkeit durch Alleinsein: Manche Hunde urinieren, wenn sie allein zu Hause sind. Das kann daran liegen, dass diese Tiere nicht gut allein sein können und vielleicht sogar unter Trennungsangst leiden. Sobald alle oder eine bestimmte Person das Haus verlässt, kann das Tier urinieren (dies wird dann nicht durch zu wenig Auslauf verursacht, sondern wirklich durch Trennungsangst).
- Alter: Manche ältere Hunde können an Demenz leiden und dadurch unsauber werden. Es ist auch möglich, dass der Schließmuskel eines Hundes nicht mehr richtig (genug) funktioniert, wodurch das Tier im Haus urinieren kann. Wenn keine medizinischen Ursachen vorliegen, kann häufigeres Gassigehen mit deinem Vierbeiner eine Lösung sein. Wenn es eine medizinische Ursache gibt, können Medikamente eventuell helfen.
Tipps für die Stubenreinheit deines Hundes
Ein wichtiger Teil der Stubenreinheit eines Hundes ist das Erstellen einer Routine. Hunde sind Gewohnheitstiere und fühlen sich am wohlsten, wenn sie wissen, was von ihnen erwartet wird. Indem du eine Routine festlegst, wie das Gassigehen zu bestimmten festen Zeiten am Tag, kannst du deinem Welpen helfen, stubenrein zu werden. Dabei ist Belohnung ein kraftvolles Mittel. Das kann in Form von Leckerlis, einer Streicheleinheit oder einem Spielzeug geschehen. Indem du gutes Verhalten belohnst, zeigst du deinem Vierbeiner, dass dieses Verhalten geschätzt wird, wodurch das Tier dieses Verhalten öfter zeigen wird.
Wenn du mit dem Stubenreinheitstraining beginnst, ist es wichtig zu bedenken, dass jeder Hund einzigartig ist und dass manche Lösungen, die bei einem Hund funktionieren, nicht immer bei einem anderen funktionieren. Es ist wichtig, geduldig zu sein und konsequent in deinem Vorgehen zu bleiben. Wenn dein Hund weiterhin Probleme mit Unsauberkeit hat, konsultiere einen professionellen Hundetrainer für weitere Hilfe; gegebenenfalls kannst du auch den Tierarzt kontaktieren, um gesundheitliche Probleme auszuschließen.