Mein Hund bellt (zu) viel
Dass Hunde bellen, wissen wir alle, es ist natürliches Verhalten eines Hundes. In manchen Fällen kann ein Hund jedoch zu viel bellen, was unangenehme Folgen haben kann. So kann das Bellen Belästigungen und Ärger bei den Nachbarn verursachen. In extremen Fällen kann anhaltendes Bellen dazu führen, dass der Tierschutz oder die Polizei bei dir vorbeischaut. Das möchtest du natürlich jederzeit vermeiden.
Warum bellt mein Hund?
Hunde bellen nicht einfach so, sie tun dies, um sich auszudrücken. Wenn du genau auf das Bellen deines Hundes hörst, wirst du auch verschiedene Arten von Bellen hören. Indem du auf den Ton des Bellens achtest und zusätzlich die Körpersprache deines Hundes genau beobachtest, kannst du herausfinden, warum dein Hund genau bellt. Wenn du den Grund für das Bellen herausgefunden hast, kannst du eine Lösung für das übermäßige Bellen suchen. Unten findest du verschiedene Gründe/Ursachen, warum ein Hund bellt.
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Freude/ Aufregung
Wenn dein Hund bellt, weil er glücklich oder aufgeregt ist, erkennst du das an den hohen Tönen des Bellens. Oft bellt dein Hund dann schnell und mehrmals hintereinander. In vielen Fällen läuft dein Hund dann heftig mit dem Schwanz wedelnd auf dich zu oder läuft um dich herum. -
Aufmerksamkeit
Wenn dein Hund Aufmerksamkeit bekommen möchte, kann das Tier ebenfalls bellen. So wird der Hund ein paar Mal hintereinander bellen, seinen Besitzer anschauen (oder die Quelle, von der das Tier Aufmerksamkeit möchte) und dann wieder ein paar Mal bellen. Das ist ein „normales“ Bellen des Hundes. -
Spiel
In verschiedenen Situationen kann ein Hund bellen, wenn er spielen möchte. Dabei kannst du an das Wegwerfen eines Balls denken, aber auch an das Spielen mit einem anderen Hund. Der Hund wird vor dir oder vor dem anderen Hund stehen und mehrmals schrill bellen. Während des Spiels kann dein Hund durch seine Vorderbeine sinken (mit dem Hinterteil in der Luft), heftig mit dem Schwanz wedeln oder schnelle Bewegungen machen, um den anderen zum Spielen anzuregen. -
Stress oder Frustration
Wenn ein Hund aus Stress oder Frustration bellt, kann das mit Trennungsangst oder Langeweile zu tun haben. Bei Trennungsangst bellt der Hund, wenn das Tier allein in einem Raum ist oder wenn es ganz allein zu Hause ist. Dieses Bellen hört erst auf, wenn der Besitzer wieder nach Hause kommt. Das Bellen klingt oft eintönig und hält also an, bis das Tier zum Beispiel nicht mehr allein ist. In manchen Fällen kann das Bellen in Weinen enden. -
Verteidigung
Wenn sich ein Hund bedroht fühlt, sei es durch eine Person oder durch einen anderen Hund, kann ein Hund scharf, kurz und schwer bellen. Manchmal geht dieses Bellen mit Knurren einher; das passiert oft, wenn auf das Warnbellen nicht reagiert wird. Der Hund wird sich nach vorne richten und kann in den Angriff übergehen, wenn das Tier das Gefühl hat, sich selbst, sein Territorium oder seinen Besitzer verteidigen zu müssen. -
Angst
Wenn dein Hund ängstlich ist, geht das oft mit deutlicher Körpersprache einher. Der Hund wird nicht nur schrill und hoch bellen (oft anhaltend), das Tier wird auch versuchen, von der Angstquelle wegzukommen und unruhig sein. -
Jagd
Jagdhunde können während der Jagd ihre Begeisterung durch Bellen und Quietschen oder Jaulen zeigen, wenn sie eine Beute sehen. Das Bellen, das ein Hund während der Jagd zeigt, hat hohe Töne. -
Schmerz
Wenn ein Hund Schmerzen hat, kann das Tier vor Schreck ein ängstliches Bellen von sich geben. Dies wird oft von einem klagenden Laut und Quietschen begleitet.
Wie bringst du deinem Hund das übermäßige Bellen ab ?
Das Abgewöhnen von zu viel Bellen beginnt schon, wenn der Hund noch ein Welpe ist. Es ist natürlich nicht so, dass jedes Bellen verboten werden muss. Wenn der Hund glücklich, ängstlich oder im Spiel ist, ist es natürlich Unsinn, dies zu verbieten. Der Hund muss sich natürlich (wie der Mensch auch) ausdrücken können. Erst wenn es ein Problem wird, wie zum Beispiel Bellen, wenn der Hund allein bleiben muss oder wenn er seinen Willen nicht bekommt, ist es wichtig, den Hund zu korrigieren. Das ist eine Frage der Konsequenz. Jedes Mal, wenn der Hund ohne notwendigen Grund bellt, muss das Verhalten missbilligt werden. Das machst du, indem du das Bellen mit einem verbalen Kommando bestrafst. Das kann zum Beispiel „Nein!“ oder „Hör auf“ sein oder durch ein lautes Geräusch, wie zum Beispiel eine rasselnde Dose. Das verbale Kommando muss das Bellen übertönen.
Wenn der Hund nach dem Kommando aufhört zu bellen, ist es entscheidend, den Hund zu belohnen. So lernt der Hund, was das Kommando bedeutet und dass das Aufhören mit dem Bellen eine Belohnung mit sich bringt. Es ist sehr wichtig, hier konsequent zu sein. Also nicht einmal „Nein“ rufen und das andere Mal den Hund machen lassen. Das ist sehr verwirrend und führt oft zu einem gegenteiligen Ergebnis.
Außerdem ist es wichtig, dem Hund von klein auf beizubringen, allein zu bleiben. Alleinsein ist nämlich oft eine Ursache für übermäßiges Bellen. Lass deinen Welpen deshalb ein paar Minuten allein und baue das langsam auf, das kannst du in diesem Blog: das Alleinsein aufbauen nachlesen. So lernt der Hund von klein auf, dass Alleinsein kein Problem ist.
Achtung: Wenn dein Hund bellt, um sich zu verteidigen, ist es wichtig, diese Form des Bellens nicht zu bestrafen. Oft ist diese Form des Bellens nämlich eine Warnung. Setzt die Quelle das Verhalten gegenüber dem Hund fort, kann der Hund in den Angriff übergehen. Bestrafst du ein Verteidigungsbellen, kann ein Hund diese Form des Bellens künftig weglassen und sofort angreifen (ohne vorherige Warnung in Form von Bellen).