Die Verdauung des Hundes
Eine gute Verdauung des Hundes beginnt natürlich mit gesunder Ernährung; gesunde Ernährung hat eine hohe Verdaulichkeit und enthält oft Präbiotika, die zu einer gesunden Darmflora beitragen. Dennoch kann es vorkommen, dass während des Verdauungsprozesses etwas schiefgeht, wodurch Beschwerden (oft akut und von kurzer Dauer) entstehen können. In den meisten Fällen entstehen diese Beschwerden durch das Fressen von Unrat von der Straße oder eine Virusinfektion. In manchen Fällen kann jedoch eine chronisch gestörte Darmflora oder ein gereiztes Magen-/Darmschleimhaut vorliegen. Dies kann verschiedene Ursachen haben.
Wie funktioniert die Verdauung des Hundes?
Der Verdauungstrakt von Hunden beginnt, wie beim Menschen, im Mund. Der große Unterschied ist jedoch, dass der Speichel von Hunden keine Verdauungsenzyme enthält; der Speichel beim Menschen enthält das Verdauungsenzym Amylase. Das bedeutet, dass der Mund und die Zähne bei Hunden nur dazu dienen, die Nahrung in kleinere Teile zu zerkleinern. Sei dir also bewusst, dass Zahnprobleme deines Hundes einen großen Einfluss auf die Verdauung haben können.
Im Anschluss an den Mund gelangt die Nahrung in die Speiseröhre. Diese ist nichts anderes als die Verbindung zwischen Mund und Magen. Der Magen eines Hundes ist im Vergleich zum Menschen relativ groß. Die Vorfahren des Hundes, nämlich der Wolf, sind von Natur aus Karnivoren. Aus diesem Grund ist der Magen der Tiere so groß, dass möglichst viel Nahrung hineinpasst. Hunde produzieren auch mehr Magensäure als Menschen, wodurch sie in der Lage sind, Proteine schnell abzubauen und verschiedene Zutaten zu verdauen, die Menschen nicht verdauen können.
Nach dem Magen gelangt der Nahrungsbrei in den Darm. Die Därme von Hunden sind viel kürzer als beim Menschen; ein Hund verdaut Nahrung im Darm also schneller als wir Menschen. Für eine gute Verdauung ist eine ausgewogene Darmflora (das Gesamtsystem der Mikroorganismen, hauptsächlich Bakterien, im Magen-Darm-Trakt) sehr wichtig. Die Bakterien im Magen und Darm tragen nämlich zum Abbau der Nahrung bei, sodass die kleineren Nährstoffe anschließend über die Darmwand ins Blut aufgenommen werden können.
Da die Darmflora von Hunden relativ empfindlich ist, ist es wichtig, sie gut zu pflegen. Deshalb ist es beispielsweise wichtig, eine qualitativ hochwertige Ernährung zu geben, die mit Präbiotika und eventuell Probiotika angereichert ist.
Die durchschnittliche Dauer der Verdauung beim Hund liegt bei etwa acht bis zehn Stunden, in manchen Fällen kann die Dauer bis zu zwölf Stunden betragen. Für einen erwachsenen Hund ist es daher normal, mehrmals täglich Kot abzusetzen, dabei kann man an zwei bis drei Mal Kot pro Tag denken.
Die Ursachen von Verdauungsproblemen beim Hund
Wie bereits erwähnt, treten während des Verdauungsprozesses manchmal Probleme auf. Wir listen die häufigsten Ursachen für dich auf:
- Das Fressen von Unrat
- Futterumstellung
- Nahrungsmittelallergie
- Virusinfektion
- Futter von minderer Qualität
- Würmer
Die Symptome von Verdauungsproblemen
Das Verdauungssystem des Hundes ist wichtig und kann ein guter Indikator sein, wenn es dem Hund nicht gut geht. Es ist daher wichtig, die Essgewohnheiten und die Häufigkeit der Kotabgabe deines Hundes kennenzulernen. Das klingt vielleicht etwas unangenehm, aber nur so bemerkst du schnell, wenn sich dein Hund anders verhält und nicht mehr wie gewohnt frisst oder kotet. Am besten ist es dann, einen Tierarzt aufzusuchen. Nachfolgend findest du die Symptome von Verdauungsproblemen:
- Weicher Stuhl / Durchfall
- Erbrechen
- Gewichtsverlust
- Trägheit
- Schlechter Atem
- Fieber
- Mattes Fell
Präbiotika und Probiotika zur Unterstützung
Es ist möglich, eine gesunde Darmflora durch Präbiotika zu unterstützen; Präbiotika sind die guten Bakterien selbst. Durch die Fütterung von Nahrung, die Präbiotika enthält, trägst du zu einem guten Gleichgewicht der Darmflora bei. Die Produkte von Riverwood sind daher mit MOS (Mannan-Oligosacchariden) und FOS (Fructo-Oligosacchariden) angereichert.
Neben Präbiotika kann man die Nahrung auch mit Probiotika anreichern. Probiotika dienen als Nahrung für die guten Bakterien im Darm. Wenn diese guten Bakterien mit Nahrung versorgt werden, können sie sich vermehren, was sich positiv auf die Gesundheit der Darmflora auswirkt.