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Zwingerhusten bei Hunden

Zwingerhusten, als Hundebesitzer hast du sicherlich schon davon gehört oder vielleicht hat dein Hund schon einmal darunter gelitten. Es ist ein harter, kratzender Husten, bei dem viele Besitzer denken, dass etwas im Hals des Hundes steckt. Das ist jedoch nicht der Fall. Zwingerhusten ist eine Entzündung der oberen Atemwege. Besonders junge Hunde haben ein hohes Risiko, Zwingerhusten zu bekommen, vor allem wenn sie an Orten mit vielen anderen Hunden sind. Zwingerhusten ist nämlich sehr ansteckend. Obwohl Zwingerhusten oft heftig und unangenehm klingt und Besitzer sich große Sorgen machen, ist diese Krankheit nicht gefährlich. In den meisten Fällen heilt Zwingerhusten bei Hunden von selbst wieder aus.



Die Ursache von Zwingerhusten bei Hunden

Im Allgemeinen kann Zwingerhusten durch folgende Viren und Bakterien verursacht werden: das Para-Influenzavirus, den Adenovirustyp und insbesondere das Bakterium Bordetella bronchiseptica. Zwingerhusten verbreitet sich wie eine Grippe über die Luft und durch Kontakt zwischen Tieren. An Orten, an denen viele Hunde zusammenkommen, wie in einem Zwinger, im Bus eines Hundespazierdienstes oder auf einem Hundeauslaufgelände, wird eine mögliche Infektion sehr schnell übertragen. Dein Hund kann Zwingerhusten also nicht nur in einem Zwinger bekommen, sondern überall dort, wo viele Hunde zusammen sind. Jeder Hund, der mit anderen Hunden in Kontakt kommt, kann diesen unangenehmen Husten bekommen.

Die Symptome von Zwingerhusten

Zwingerhusten ist sehr ansteckend. Die Krankheit wird durch Husten und das Abhusten von Schleim verbreitet. Ein infizierter Hund, der selbst nicht mehr hustet, kann trotzdem noch andere Hunde anstecken! Manche Hunde haben nur eine laufende Nase oder entzündete Augen; diese Tiere sind jedoch weiterhin aktiv und haben einen guten Appetit. Nur bei übermäßiger Aufregung, zum Beispiel beim Spielen, oder wenn beim Gassigehen an der Halsband gezogen wird, kann der Hund stark husten, was zu Würgen oder Erbrechen führen kann. Ein einzelner Hund kann als Folge von Zwingerhusten eine Lungenentzündung entwickeln. Der Schweregrad der Krankheit hängt jedoch größtenteils von der Abwehrkraft des Hundes ab.

Die Behandlung von Zwingerhusten bei Hunden

Zwingerhusten ist sehr ansteckend. Es ist daher sehr wichtig, dass du deinen Hund von anderen Hunden fernhältst. Die Behandlung von Zwingerhusten bei erwachsenen Hunden mit milden Hustenbeschwerden ohne Fieber und Energiemangel besteht vor allem darin, dem Hund Ruhe zu gönnen. Normalerweise ist der Hund nach etwa 10 bis 14 Tagen vollständig genesen. Es ist jedoch ratsam, bei Verdacht auf Zwingerhusten den Tierarzt zu kontaktieren. Gehe nicht sofort mit deinem Hund zum Tierarzt, da dieser im tatsächlichen Fall von Zwingerhusten auch andere Tiere im Wartezimmer anstecken könnte. Besprich telefonisch mit dem Tierarzt, was die beste Vorgehensweise ist. Du erfährst dann, ob es sinnvoll ist, mit dem Hund vorbeizukommen oder ob der Tierarzt nur etwas verschreibt, um die Reizung der Rachenschleimhaut zu lindern. Außerdem gibt es weitere Maßnahmen, die du selbst ergreifen kannst, um unnötige Reizungen der Atemwege zu vermeiden:

  • Gib dem Hund ausreichend Ruhe, gehe also zum Beispiel nicht zu lange spazieren.
  • Füttere den Hund mit weichem, leicht verdaulichem Futter.
  • Besorge ein Geschirr, um den Hund auszuführen, damit nicht am Halsband gezogen wird.
  • Achte darauf, dass der Hund nicht zu viel bellt und aufgeregt ist.
  • Sorge dafür, dass der Raum, in dem sich der Hund aufhält, nicht rauchig, staubig oder schlecht belüftet ist. Versuche, den Raum so zugfrei wie möglich zu halten.

Zwingerhusten vorbeugen

Heutzutage können Hunde gegen diese unangenehme Infektion geimpft werden. Das ist jedoch keine Garantie dafür, dass dein treuer Vierbeiner keinen Zwingerhusten bekommt. Man kann es mit der Grippeimpfung beim Menschen vergleichen. Wie bei unserer Grippe wird die Infektion durch Zwingerhusten von vielen verschiedenen Krankheitserregern verursacht. Aufgrund dieser großen Vielfalt an Erregern ist es nicht möglich, gegen alle Varianten zu impfen. Deshalb werden Hunde gegen die häufigsten Stämme geimpft. Das sind die bereits erwähnten Para-Influenzaviren und das Bakterium Bordetella.

Wann sollte man dringend den Tierarzt aufsuchen?

Wenn ein Welpe oder ein alter, schwacher Hund Zwingerhusten hat, wird empfohlen, sofort den Tierarzt zu kontaktieren. Diese Hunde sind anfälliger für die Entwicklung einer schweren Lungenentzündung. Der Tierarzt verschreibt dann eine Antibiotikakur. Nimm auch Kontakt zum Tierarzt auf, wenn der Hund Fieber hat, lustlos ist und sich innerhalb einer Woche keine Besserung zeigt. Bist du Besitzer eines Englischen Bulldogs oder Mops und hast den Eindruck, dass dein Vierbeiner Zwingerhusten hat, solltest du ebenfalls dringend den Tierarzt aufsuchen, da diese Hunde eine relativ kurze Schnauze haben. Diese Hunde bekommen schneller Atemnot und können stark unter dem Zwingerhusten leiden.