Hat mein Hund Läuse?
Alle Hunde können von Läusen befallen werden, aber Welpen sind besonders anfällig dafür. Läuse können auf einen Hund gelangen, wenn er direkten Kontakt mit anderen hat oder durch indirekten Kontakt, wie zum Beispiel mit einer Bürste oder Kissen. Läuse sind wirtsspezifisch und kommen seltener vor als Flöhe, daher musst du keine Angst haben, dass du die Läuse von deinem Hund bekommst. Die am häufigsten bei Hunden vorkommende Laus ist Trichodectes canis, eine Haarlaus, die beißt. Sie ernährt sich von Hautschuppen des Hundes. Die Eier (Nissen) sind weiß und haften an den Haaren. Es dauert etwa 2 bis 3 Wochen, bis sich eine Nisse zu einer ausgewachsenen Laus entwickelt.
Außerdem gibt es noch blutsaugende Läuse, die in den Niederlanden jedoch fast nicht vorkommen. Wie Flöhe können Trichodectes-Läuse als Zwischenwirt für den Flohbandwurm Dipylidium caninum dienen.
Symptome von Läusen bei Hunden
Hat ein Hund Läuse, bekommt er starken Juckreiz und Hautschäden, wodurch er sich kratzt und unangenehm riecht. Im Fell bilden sich oft Verfilzungen und es beginnt zu riechen. Du kannst die Läuse mit bloßem Auge im Fell des Hundes sehen. Sie sehen aus wie lichtscheue, blasse Tierchen von 1 bis 2 Millimetern Länge. Läuse sind blau-grau und braun gefärbt. Die Eier sind weiß und sehen aus wie kleine Hautschüppchen, kleben aber an den Haaren fest. Noch besser kannst du sie mit einem Nissenkamm erkennen.
Behandlung von Läusen bei Hunden
Du kannst die Läuse mit denselben Mitteln entfernen, die du auch zur Bekämpfung von erwachsenen Flöhen verwendest, wie Frontline Spray und Spot-on. Dadurch sterben die Läuse schneller, aber behandle den Hund etwa einen Monat später noch einmal, um die Entwicklung eventuell verbliebener Nissen zu verhindern. Schneide anschließend alle verfilzten Haare weg und versuche, alle Nissen zu entfernen. Reinige auch den Liegeplatz und die Sachen des Hundes gründlich. Außerdem ist es wichtig, alle anderen Haustiere bei dir zu Hause zu behandeln, um eine Ansteckung zu vermeiden.